Leinen ins Cockpit verlegen

Da ich häufig allein unterwegs bin, wollte ich gerne möglichst viele Arbeiten sinnvoll aus der Plicht erledigen, und nicht immer auf das Vorschiff turnen. Nach dem zuerst das Rollreff nachgerüstet wurde, war es an der Zeit auch die ein oder andere Leine nach achtern zu bringen.

Da ich schon zu diesem Thema angesprochen wurde möchte ich hier kurz beschreiben, wie ich es bei “Globetrotter” gelöst habe.

Zum Befestigen der Blöcke am Mastfuss, habe ich mir ein Blech anfertigen lassen,
welches unter den vorhanden Mastfuss montiert wird.
So hat man eine stabile Befestigung. Bei mir kommen die Fallen direkt unten am Mast über eine Rolle in einem 90° Winkel heraus, deshalb hatte ich etwas Probleme mit dieser Lösung, die Fallenaustritte werde ich  in diesem Winter weiter nach oben verlegen.
Dies Problem habe ich aber mit den zwei Augbolzen provisorisch lösen können, an den Teil des Decks muss ich im Winter eh heran und sanieren. 🙁
Die restlichen    Umlenkblöcke habe ich an meinem neuen Blech montiert. Man sollte bei der Anfertigung die Löcher so groß wählen , dass die Schäkle gut hindurch passen. Von dort gehen die Leinen direkt auf das erhöten Teil der Kajüte. Hier werden sie mit einem Decksorganizer nach achtern gleitet.
Vermutlich werde ich auf der Kante noch einen Kantenschoner installieren. Dies kann an auf der Draufsicht schön sehen. In dem Süll auf der Kajüte habe ich für jede Leine ein Loch gebohrt, dahinter ein Fallenstopper und eine Fallwinsch installiert.
Unter den Stoppern und den Winschen habe ich den Schaumkern entfernt und den Hohlraum mit angedicktem Epoxi ausgegossen. An Backbord war es nötig noch ein kleines Podest auszuformen.
Innen sind die Winschen udn Stopper  nur mit großen Unterlegscheiben unterfüttert, wegen der Deckenpanele war der Zugang recht schlecht. Natürlich wäre ein große Aluplatte noch besser.

Den Decksorganiser habe ich nur durchgeboltz und von unten mit einer Aluplatte hinterlegt. das System hat sich in dem Jahr schon sehr gut bewährt. Natürlich werden bei solch einer Arbeit noch neue Leinen fällig, dabei habe ich ausschließlich Leinen mit Dynema-Kern angeschafft. Das macht sich beim Trimmen bemerkbar.

Material:
2 Stck. Selden Decksorganizer 4×40 (Passen sich dem Deck an und sind erweiterbar)
2 Stck, Easylock Mini Fallenstopper (Flohmarkt)
2 Stck. Lewmar 16er 2 Gang Winschen, leider nicht ST, hab ich geschenkt bekommen 🙂
Lewmar Synchro Blöcke nach Bedarf
Neues Großfall, Reffleinen ausschließlich Gleistein Cruise XP oder Race XP
Zunächst habe ich nur Großfall, Dirk, Reffleinen und Niederholer nach achten gelegt. Ich habe aber so gebaut, das ich noch Luft nach oben habe.
Natürlich muss man zum setzen  des Groß schon eher die Winsch einsetzten, aber das ist ja kein Problem.
Ich bad mich bewusst für ein Zweileinen-Reff entschieden, da der Kraftaufwand deutlich geringer ist.

…segeln tut es auch ganz gut!!!

Leider neigt sich die Saison langsam dem Ende zu, allerdings können wir uns über den diesjährigen Sommer nicht beschweren. Inklusive Urlaub waren es 14 mehrtägige Törns mit Globetrotter.

Nachdem ich im Winter einiges an Arbeit und Geld investiert habe um Globetrotter in Schuss zu halten und nach meinen Wünschen zu optimieren, galt es in der Saison alles ausführlich zu testen.

Da ich überwiegen Einhand unterwegs bin, habe ich zunächst die gesamte Großsegelbedienung ins Cockpit umgelenkt, was sich für mich sehr positiv ausgewirkt hat. Außerdem sind die meisten Taue erneuert worden.

Nach und nach konnte ich das potenzial von Globetrotter ausschöpfen, dann noch ein wenig mit den Augen und Ohren bei erfahrenen Regattaseglern klauen, den ein oder anderen Tip von einem alten Hasen erhaschen und siehe da, das Boot segelt noch besser als erwartet.

Zwar hat ein Delphin kein Potenzial auf eine Rennziege, allerdings ist mit Trimm und vernünftigen Material einiges aus dem Boot rauszuholen. Der Bericht von Peter Horn zur Luvgierigkeit hat auch sehr geholfen, da sich das Boot mit leicht aufgeholten Schwert wirklich besser segelt. Im Moment fehlt noch das richtige Einhand-Leichtwindsegel, ein Spi ist für mich dabei kein Option. Aber sicherlich wird mir da noch was einfallen.

Ein neuer, gebrauchter Baum mit innenliegenden Leinen und Streckern liegt schon bereit, dann muss ich auch zum Trimm des Unterlieks nicht mehr nach vorn um zu kurbeln. Mit dabei ist auch gleich ein Baumkicker, damit kann ich auch auf meine “singende” Dirk verzichten.

Alles in Allem muss man sagen, ein Delphin ist ein tolles Fahrtenboot, das sehr gut segelt, sich auch bei Wettfahrten m Feld behaupten kann und optisch eine tolle Erscheinung ist, auch wenn wir als Eigner immer viel Zeit und Liebe in den Erhalt stecken müssen.

Pfingsten in der Wismarer Bucht

Für Pfingsten 2018 stand im Yachtklub Kattegatt das Ansegeln auf dem Terminkalender. Ziel war der Wismarer Yachtclub in Wendtorf. Die Vorhersage war vielversprechend, der Wind war aber nur mit max 8kt aus NO angesagt. Nicht die besten Bedingungen für „Globetrotter“.

   

Geplant war ein Kängerustart ab dem ersten Tonnenpaar vor Travemünde, Kurs Richtung Osten um die erste Steuerbordtonne im Wismarer Fahrwasser und dann nach Süden zum Tonnenpaar 31/32 welches die Ziellinie darstellte.

Da beim Kängerustart die Schiffe mit dem höchsten Yardstick zuerst starten, war klar, dass es am Samstag zügig losgehen muss. Also nach der Ankunft im Hafen am Freitagnachmittag das Gepäck und den Proviant verstaut und Globetrotter schon mal für das Auslaufen am Samstag vorbereitet.

Der Samstgmorgen zeigte sich zunächst noch nass und kalt, dies änderte sich dann auch stetig. Um 11:02:44 sollte ich die Startlinie passieren, leider hielt der Wind sich nicht an seine Vorhersage und so ging es etwa 3 Min verspätet auf die Regattastrecke.

Wie erwartet, wurde Globetrotter zunächst einmal durch das Feld nach hinten gereicht, an der Kreuz und mit wenig Wind ging es Richtung Osten. Nachmittags drehte der Wind und nahm zu, so das ich auf den letzten Meilen zuerst hoch am Wind und später raumschots noch einiges aufholen konnten. Das Feld war in der Anfahrt auf die Zieltonnen wieder zusammengerückt, da einige Boote von einer Flaute südlich von Poel gebremst wurden.

So liefen wir wie an einer Perlenkette in den Zielhafen ein. Unser Nachbarverein hatte an diesem Tag seine Pfingstfahrt mit dem gleichen Ziel, so dass 43 Gastschiffe den Hafen stürmten. Da viele Liegeplatzinhaber aber unterwegs waren, blieb ein befürchtest Chaos und ein großes Päckchenliegen aus, fast jedes Schiff bekam eine Box, oder zumindest eine Einzelplatz.

Das Anlegebier fiel leider aus, da das Essen, es gab Spanferkel, schon bereit stand. Also nur kurz aufklaren, Getränke und Geschirr greifen und zum geselligen Beisammensein in der Bootshalle, die vom WYC extra ausgeräumt und dekoriert wurde.

Nach einem lecken Essen und wilden Auswertungen unseres Sportwartes wurden die Ergebnisse bekanntgegeben, trotz des guten Windes am Nachmittag konnten „Globetrotter“ und ich nur den vorletzten Platz erreichen. Dabei sein ist alles und die Teilnehmergläser sind sehr nützlich!

Die folgende Nacht war leider sehr unruhig, da der Wind gedreht hatte und nun die Wellen mit Anlauf frei unter mein Heck laufen konnten. Vier Fender unter dem Heck konnten zumindest etwas für Ruhe sorgen.

Am nächsten Morgen wurde nach einem ausführlichen Frühstück beraten wo es denn hingehen sollte. Währende viele Vereinskameraden schon den Hafen verließen wurde in großer Runde Pläne geschmiedet, Einigkeit herrschte von vornherein dabei, dass es nur ein sehr kurzer Törn innerhalb der Bucht werden sollte.

Hohenwieschendorf, bei der Windrichtung nicht zu empfehlen, Timmendorf / Poel, immer zu voll. Im Hafen bleiben, keine Option. Stadthafen Wismar, bei dem schönen Wetter in die Stadt? Boltenhagen, zu steril, zu viel Partyvolk. Kirchdorf, mit 2,3m Tiefgang von der X wohl nicht anzulaufen. Letztendlich wurde die Enscheidung getroffen es trotzend zu versuchen, mittig sollte das Fahrwasser tief genug sein.

Wir planten die X in die Mitt zu nehmen, eine Dehler zur Tiefenmessung vorweg und „Globetrotter“ als evtl. Schelpper hinterher, zum Glück noch nicht rückwärts mit stehender Leinenverbindung. 🙂

Also musste ich mal wieder als erstes auslaufen, damit wir alle möglichst zeitgleich ankommen. Das Fahrwasser war zum Glück immer tief genug, auch wenn manchmal nur 40cm unterm Kiel der X blieben…..Probleme die ich zum Glück nicht kenne!

In Kirchdorf belegten wir dann am frühen Nachmittag  die letzten 6 freien Boxen, und genossen eine Hafentag, mit dem Treiben an der gegenüberliegenden Pier und einem leckeren Fischbrötchen vom Kutter. Nur der kalte Wind mit Böen bis 21kt trübte den Tag etwas. Abends gab es dann sogar noch Livemusik auf der Terasse der Hafenkneipe und wir genossen einen schönen Abend in der Plicht.

Montag musste es dann leider zurück nach Lübeck gehen, und wie immer war ich es der zuerst den Hafen verließ. Ich verabschiedete mich und erwartet ein Wiedersehen mit den Nachfolgenden vor Boltenhagen, da es nicht nach sonderlich viel Wind aussah.

Nach einer kurzen Motorfahrt durch das Fahrwasser von Kirchdorf, setze ich die Segel in der Wismarer Bucht und glitt mit 3-4 Knoten vorm Wind aus SO Richtung offen Ostsee.

Kurze Zeit später stellte sich dann aber der angesagt Nordostwind mit entsprechender Stärke ein und „Globetrotter“ machte gute Fahrt über Grudn mit 5-6kt. Da sich Richtung Travemünde bei NO-Wind gerne eine ordentliche Welle aufbaut, vereinzelt waren es bis zu 2m, zeigte das GPS sogar 7,7kt beim surfen auf einer Welle an. Leider wird die Fock bei achterlichen Wind dann eher zur Bremse, da das Schiff in der Welle rollt, so ging es die letzten Meilen zur Nordermole vorm Wind nur mit dem Großsegel. Trotzdem machte ich gute Fahrt und ich entschloss mich das Segel stehen zu lassen und die Trave so weit wie möglich hochzusegeln.

Hätte ich die Maschine angeschmissen, wäre ich nicht schneller gewesen, der Nordostwind, schob „Globetrotter“ mit bis zu 5,5Kt über Grudn die Trave hoch. So dass ich von dem ein oder anderen Segler unter Maschine verdutz angeschaut  wurde, wenn ich sie überholte.

Das Segel bleibt letztendlich bis vor unseren Heimathafen stehen, erst auf dem letzten halben Meile wurde ich von einem Vereinskameraden eingeholtem der etwa 1h nach mir in Kirchdorf gestartet war, dieser Kängurustart führte letztendlich dazu, das alle 6 Boote innerhalb von 40 Minuten den Heimathafen errichten.

Eine Heizung, die Wärme aus dem Osten!

Nun bin ich “zwei Boote” lang, ohne eine Heizung an Bord ausgekommen. Zugegeben auf der Neptun musste ab und zu der Spirituskocher kurz herhalten, 22 Fuss werden aber auch schnell warm. Eigentlich stand das Projekt auch nicht auf meiner Liste (und wenn, nicht ganz oben), aber da kannte ich den vergangenen Sommer noch nicht.

Nachdem es letzten Sommer irgendwie nicht so richtig warm werden wollte und ich das ein ums andere Mal den Komfort der Heizung, insbesondere beim Ankern, bei den Nachbarn genießen durfte, wuchs in mir der Wunsch nach etwas Eigenem.

Über klammen Klamotten und dem Verlassen der warmen Koje, dachte ich über den Einbau nach, aber was sollte es werden?! Schnell war ich bei den üblichen Verdächtigen Webasto & Co. aber ca. 2500€ für eine Heizung mit allem drum und dran?
Klar, einige Schiffsausrüster haben eigene Produkte im Sortiment, aber auch hier gibt es offensichtlich den Marineaufschlag.
Also das allwissende Internet befragen, Ebay-Kleinanzeigen, vielleicht gibt es was gutes gebrauchtes?!

Nach einiger Recherche stieß ich auf die Firma Planar, mit einer Standheizung aus Russland. Eigentlich muss eine Heizung aus Russland ja funktionieren, dachte ich, die haben ja ganz andere Bedingungen. Es gibt einige Verkäufer der Planar Heizungen in Deutschland, der Preis ist unschlagbar (später mehr), und es gibt im WWW so gut wie keine negativen Einträge.
Die Erfahrungen mit dieser Heizung scheinen uneingeschränkt positiv zu sein, zuletzt wurde es mir im Bekanntenkreis bestätigt, die Planar Heizungen in ihren Campern verbaut haben.

Also nun sollte es die Planar werden, auf Grund des geringen Preisunterschiedes gleich eine 4 KW Heizung.
Ein gleichwertiges Modell der deutschen Hersteller (welches übrigens optisch identisch ist!!!) kostet in etwa 1700,-€, meist aber nur mit einfachem Steuergerät und ohne Abgas-Schalldämpfer.

Die Planar44d kommt komplett mit mit allem Zubehör zum Einbau und in meinem Fall sogar mit einen extra 7,5l Tank als Paket für 590,-€. (Ziehe ich für den Erlös für den Tank ab, sogar nur 555,-€)!!!

Natürlich benötigt man wie üblich noch Material wie Warmluftschläuche und Auslässe, aber da kann man auf Bewährtes zurückgreifen. Bei einem Spezialisten für Standheizungen im Hamburger Norden habe ich die Teile für den Warmluftführung sehr preiswert erstanden.

Nachdem das Paket eine gefühlte Ewigkeit im DHL-Nirvana verbracht hat, kam Mitte Dezember die Heizung bei mir an. Der erste Eindruck ist positiv, gut verpackt, alles dabei, nur die Anleitung in englisch, allerdings hilft auch hier das Internet.

Der Einbau war an einem Wochenende erledigt. Die Heizung findet Platz in der hinteren Backskiste, der Auspuff führt zum Heck. Die Frischluft wird im Moment noch aus der Backskiste gezogen, evtl. kommt hier noch ein Lüftungsgitter zum Einsatz.

Das 90er Heizungsrohr läuft an Steuerbord unter der Hundekoje und der Sitzbank ins Vorschiff. Dort wird es auf 2x 60er Rohr geteilt. Eines endet verschließbar im WC, das Andere verschließbar in der Vorschiffskoje.

Im Salon befindet sich unter der Sitzbank ein 90er Ausströmer. Alle Warmluftrohre haben noch eine Isolierung aus Thermafelx und Aluklebeband bekommen. Allerdings sollte man nicht auf einen Warmluftschalldämpfer verzichten, diesen habe ich nachträglich noch montiert.

Die Dieselpumpe hat ihren Platz unter der Maschine gefunden. Die Treibstoffentnahme funktioniert problemlos mit einem T-Stück über den Rücklauf des Tanks, so dass der zusätzliche Tankanschluss nicht benötigt wurde.

Seit Dezember 2017 verrichtet die Heizung jetzt ihren Dienst und macht die Winterarbeiten noch etwas angenehmer. Die Heizung ist sehr leise nur das Klacken der Pumpe ist zu hören. Das Boot wird sehr schnell warm, die Heizung fährt die Leistung dann herunter.

Weil ich gerne eine Bedingung in der Bugkoje hätte aber die Verlegung des zusätzlichen Kabels gescheut habe, ist Im Januar ein GSM-Modem mit Prepaidkarte an die Heizung angeschlossen worden.

Jetzt kann man fragen:”Wozu das?” Die Antwort ist ganz einfach. Das Modem ist etwas günstiger als ein zweites Bedienteil und die benötigten Kabel, und ohne den Arbeitsaufwand.

Nach der Einrichtung der Karte, in das Modem, an die Heizung angeschlossen und nach zwei Minuten Kalibrierung lauft alles. Die Heizung kann nur per Anruf, SMS oder App gestartet und gestoppt werden. Die App bietet noch weitere Einstellungen (die das Standart-Bedienteil nicht bietet) und ermöglicht eine Statusabfrage. Außerdem kann ich jetzt auch die Heizung vom Clubhaus aus starten, wenn es abends doch frisch wird. 🙂

Alles in Allem bin ich von der Heizung begeistert! Das Beste ist aber der Preis von ca. 1000€ für die gesamte Anlage, also fast einem Drittel eines etablierten Herstellers.

Ich werde hier natürlich weiter berichten, wie die Heizung sich im Bordalltag verhält.

Mein erstes Jahr mit dem Delphin

2016 sollte es ein größeres Boot werden. Meine Neptun22 war doch etwas zu beengt, also ging die Suche los. 

Nach einigen ernüchternden Besichtigungen lief mir "Globetrotter" über den Weg.         Also auf an die Krückau und Besichtigen, danach war das Interesse geweckt.

"Delphin66" was´n das, Vereinskameraden schüttelten nur den Kopf, 66 Fuss,???           6,6 Meter???  66qm Segelfläche, oder sogar 66m??? 

Aber nach dem Aufriggen und dem ersten Probeschlag war endgültig klar, das ist es.           Schnell den Überführungstörn geplant, ein Lagerbock (und ein Platz) für den Winter musste noch her, beides fand ich zum Glück im eigenen Verein.

Anfang September ging es dann bei Kaiserwetter los. Das erste mal auf der der Elbe, das erste mal durch den Kanal nach Kiel und weiter über Großenbrode nach Lübeck. Material und Crew haben alles gut überstanden.

Jetzt erstmal ein Anelgebier! 🙂 

 

 

Nachdem ich im Winter viel Zeit, Arbeit und den ein oder anderen Euro in "Globetrotter" steckt habe, konnte ich in diesem Jahr das erste Mal eine ganze Saison nutzen um zu probieren, zu lernen und zu segeln.

Zwar sind die richtig langen Törns aus Zeit-  und Wettergründen leider nicht drin gewesen, allerdings kann man auch auf kurzen Törns einiges lernen. Zum Beispiel, dass weit Wind bei meinem Boot gleichbedeutend ist mit kein Wind, so dass wir beim Ansegeln bei 3 Kn Wind durchs Feld gereicht wurden. Oder das man sich bei 6-7 Bft ebenfalls keine Sorgen manchen muss. 

Ein Delphin taugt zum Schlepper (besonders wegen dem geringen Tiefgang), beim Ankern im Päckchen als Treffpunkt (9 Personen haben Platz in der Plicht!), als Versorgungsschiff und als urgemütliches Wochenenddomizil.

Aber eine Delphin zu segeln ist einfach eine ware Freude, so unkompliziert, sicher und doch für seine Verhältnisse schnell.

Jetzt geht die Saison leider zu Ende, aber nach einen tollen Jahr mir "Globetrotter" freut man sich schon auf die Saison 2018, auch weil im Winter nicht ganz so viel Arbeit ansteht! 

Nun hatte ich ein "großes" Boot, zwar haben wir die Überführung aus zum Segeln genutzt, aber das reichte natürlich noch nicht. So musste "Globetrotter" gleich zur Vereinsregatta gemeldet werden. So das wir eine Woche später bei 5-6 Bft zum Rennen antraten.

Am Ende des Tages waren auch die letzten Zweifel ausgeräumt, ob ich wirklich die richtige entscheidung getroffen habe.

Ein Delphin kann segeln, kann gut segeln und kann auch, zum Erstaunen einiger Gegner, schnell segeln. Am Abend hatte ich einige Fragen zum Boot zu beantworten.

Was, ein Kielschwerter? Langkieler? 1,9m Tiefgang? 5t? Über 40 Jahre alt? Kaum zu glauben. 🙂