Ein traumhaftes Wochenende auf der Elbe!

20.04.2018, SVE

Dieses Jahr kommen wir später los, als die Jahre zuvor. Unsere Hanna ist zwar schon seit drei Wochen im Wasser, aber auf Grund widriger Umstände (z. B. zu wenig Wasser im Hafen) haben wir es nicht früher geschafft.

Um so größer ist die Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende! Bestes Wetter und einigermaßen günstige Tiden, mehr kann man nicht verlangen! Am späten Nachmittag ist Alles vorbereitet und wir warten auf das auflaufende Wasser. Es ist noch Zeit für einen kurzen Kaffee.

Als wir aufschwimmen, starten wir gegen 18 Uhr den Motor und legen ab. Auf der Krückau ist mächtig was los: Ruderboote soweit das Auge reicht! Es ist teilweise schwierig durchzukommen. Die zum größtenteil jungen und noch unerfahrenen Ruderer, halten sich meistens in der Außenkurve auf, also genau da, wo es für uns Segler am tiefsten ist. Nicole ist an der Pinne und ich versuche, vorn am Bug stehend, den einen oder anderen Ruderer darauf hinzuweisen.

Die Natur hat in den letzten Tagen einen richtigen Sprung gemacht. Das Gras am Ufer zeigt sich in einem satten Grün und die Bäume entwickeln kleine Blätter.

Heute steuern wir zunächst die W.Y.K an. Es sind schon einige Boote im Wasser. Wir machen fest und genießen den Abend bei Speis und Trank. Jetzt wissen wir wieder, warum wir den Winter über so oft in der feuchten und kalten Halle am Schiff gearbeitet haben. Ich bin ehrlich: Dieses Jahr war es überwiegend Nicole!

21.04.2018, WYK

Mit dem frühen Morgenhochwasser brechen wir in der W.Y.K auf und motoren nach Schwarztonnen-sand. Es ist leicht diesig und die Sonne scheint. Per Echolot und Navi suchen wir uns eine Stelle aus, wo wir nicht trocken fallen werden.

Ein anderer Segler hat genau das Gegenteil gemacht: Er liegt nahe am Ufer, lässt sich an geeigneter Stelle trocken fallen - beneidenswert!

Unser Anker hält auf Anhieb und wir können frühstücken. Der Rest des Tages vergeht wie im Fluge. Ich pumpe das Schlauchboot auf setze mit Piet über zu den mittlerweile freiliegenden Sandbänken. Wirklich traumhafte Bedingungen - und das an der Elbe, direkt vor der Haustür!

 

Wir bleiben bis zum Nachmittag hier am Haken - geht eben auch nicht anders, da es rundherum flach ist - wir liegen im Grunde in einem Loch.

Mit einsetzender Flut bereiten wir Alles zum Segeln vor. Das Wasser kommt schnell und wir können früh aufbrechen. Wir setzen volles Tuch und machen bei ca. 3-4 Beaufort gute Fahrt. Es ist etwas frisch aber ansonsten traumhafte Bedingungen.

 

Wir wollen eigentlich heute nach Ivenfleth. Jedoch müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir zum Hochkreuzen, gegen Wind und auflaufendes Wasser, einfach zu lange brauchen, um dort hinzukommen. Wir entscheiden uns um und legen uns bei Glückstadt an den Haken. Die Sonne scheint und  das Schiff legt sich, Dank der Strömung, mit dem Bug zum Wind, so dass wir im Windschatten der Sprayhood sitzen und essen können - herrlich!

 

 

 

Über Funk (Kanal 68) erfahren wir, dass die Aidaperla in absehbarer Zeit, aus Hamburg kommend, unseren Ankerplatz passieren wird. Es ist wirklich ein riesiges Schiff mit phantastischer Beleuchtung.

 

 

 

 

 

22.04.2018, Glückstadt

Heute Morgen fällt das Morgenhochwasser wieder einmal nur mäßig aus. Wir entscheiden uns, nicht in unseren Heimathafen zu fahren, sondern unsere Hanna in Glückstadt zu lassen.

Der mittlere Steg im Außenhafen ist noch nicht ausgebracht. Wir erfahren vom Hafenmeister den Grund: Beim letzten Sturm wurde er losgerissen und so schwer beschädigt, dass er neu gebaut werden muss - ein sehr teures Vergnügen.

In Summe war es dieses Jahr ein sehr gelungener Start in die Segelsaison 2018!

 

 

 



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