Langør – ein Ort zum Verweilen!

18.07. bis 21.07.2018 - Langør

Wir verbringen zwei Tage und drei Nächte in Langør - ein herrlicher Ort mit einer traumhaften Landschaft. Der Strand an der kleinen Bucht ist zwar klein, aber sehr schön zum Baden - es geht seicht ins Wasser und hier gibt es so gut wie keine Feuerquallen. Piet kommt voll auf seine Kosten. Der Hafen ist proppevoll. Das Lokal am Hafen, das früher ein Imbiss war, serviert jetzt etwas erlesenere Gerichte und frisch gezapftes Bier. Davon gönnen wir uns eins - es schmeckt wirklich lecker. Abends sitzen wir noch lange in der Plicht und spielen Mau Mau. Wir bekommen dabei Besuch von einer Möve, die sich in Erwartung einer milden Gabe bei uns auf den Außenborder setzt - leider vergebens.

Am nächsten Tag machen wir einen kleinen Spaziergang zu einer Anhöhe, 15 Gehminuten vom Hafen entfernt. Von hier aus hat man einen phantastischen Rundumblick. Abends treffen wir Karsten Dreyer und seine Frau Marion. Karsten engagiert sich im Vorstand des GFK-Klassiker Vereins (https://www.gfk-klassiker.de), der eine Art Treffpunkt für Gleichgesinnte darstellt. "Gleichgesinnte" heist, Liebehaberei für klassische Yachten aus GFK. Wir verbringen einen sehr kurzweiligen Abend mit den beiden erfahrenen Seglern.

21.07.2018, Langør - Ballen

Heute, am 21.07.2018, wollen wir dann wieder weiter. Wir haben uns Ballen als Ziel ausgesucht. Es weht ein leichter Wind und wir wollen es wissen: Wir legen unter Segeln ab, trotz der Ankerlieger um uns herum. Es gibt beim Hochholen des Ankers immer eine günstige und eine ungünstige Richtung, in die sich der Bug dreht kann. Meistens schaffe ich es durch Backhalten des Vorsegels, den Bug in die günstige Richtung zu drücken. Heute leider nicht. Zur besseren Manövrierfähigkeit haben wir zuvor das Schwert heruntergelassen, was uns jetzt sehr zu Gute kommt. Wir bekommen die Hanna, nachdem der Anker los ist, schnell in Fahrt und sie reagiert auf die Betätigung des Ruders. Wir durchqueren das Ankerfeld und steuern die betonnte Fahrrinne hinaus, umrunden Lindholm mit Kurs nach Ballen. Schon von Weitem können wir eine große Bühne in Strandnähe erkennen davor  zahlreiche Ankerlieger - alles ein Stück nördlich von Ballen. Auch vor Ballen ist alles voll mit Ankerliegern; sehr viel Motorboote. Wir legen uns unweit der Einfahrt vor Anker und rudern an Land. Piet darf baden und danach schauen wir uns das Treiben im und um den Hafen. an. Der Hafen ist mehr als voll - davon bestimmt 85% Motorboote. Die Materialschlacht beeindruckt uns: Es werden Jetskis, E-Bikes in allen erdenklichen Ausführungen, vorzugsweise Weber-Grills mitgeführt. Die Stege sind vollgestellt mit Klappstühlen - Camping auf dem Wasser.

Der Wind dreht im Laufe des späten Nachmittags auf Ost; wir liegen auflandig und die Welle wird größer. Nach dem Abendessen entschließen wir uns kurzfristig, noch abzulegen und dem Trubel und dem nervigen Geschaukel zu entfleuchen.

21.07.2018, Ballen-Korshavn

Wir wollen uns nach Korshavn, an der nördlichen Spitze der Insel Fyn verholen. Geschätze Fahrtdauer: Drei Stunden. Kurz nach 20 Uhr legen wir ab. Wir stellen uns auf Fahrt im Dunkeln ein. Ich montiere die Positionsleuchte - sie geht sogar!

Unterwegs erleben wir einen tollen Sonnenuntergang. Es sind, außer Berufsschifffahrt, kaum Schiffe unterwegs. Das Anlaufen der Enge bei Korshavn ist dank Navi keine große Herausforderung. Die Bucht ist erwartungsgemäß voll mit Ankerliegern. Wir fahren durch das Ankerfeld bis an die Spitze und lassen den Anker fallen. Das Einfahren des Ankers gelingt uns erst beim dritten Versuch. Sorgfalt hierbier ist bei einem so vollen Ankerfeld besonders geboten, insbesondere, wenn man ganz vorne liegt. Leider beherzigen dies offensichtlich nicht Alle. Denn während unseres Ankermanövers sehen wir, wie ein Motorboot loskommt und auf ein dahinter liegendes Segelboot treibt. Wir können nicht so schnell reagieren und könne nur zuschauen. Ein benachbarter Ankerlieger bläst in sein Signalhorn. Erst dadurch wird die Crew des Loskommers wach und fängt an zu reagieren.

Wir genießen die Ruhe und trinken noch einen Absacker und gehen in die Koje.


 

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