Definitiv letztes Wochenende 2016! – COMPLETED!

01.10.2016

20161001_183541Dieses Wochenende wollen wir mit der Hanna Wedel  anlaufen. Wir nehmen Freunde mit und hoffen, dass sie Gefallen am Segeln finden - denn Segelnachwuchs ist rar. Sie bringen ihr Auto vorher nach Wedel und kommen dann mit dem Fahrrad zum SVE. Außerdem erwartet uns ein Delphin-Eigner in Wedel. Er ist ein ehemaliger Kollege von Axel und ist Festlieger im Hamburger Yachthafen. Wir können seiner Auskunft nach dirket neben ihm festmachen.
Um 17:11 ist Hochwasser in Elmshorn (Hochwasser Glückstadt 16:25 + 46 min = 17:11). Gegen 15 Uhr versuchen wir aus der Box zu kommen  - aber die Hanna steckt noch ganz schön fest. Es dauert fast noch eine halbe Stunde, bis wir mit Mühe freikommen, Um 16:30 passieren wir das Krückausperrwerk.
Als wir die Südspitze von Pagensand hinter uns haben, montiert Axel die Positionslaternen, denn wir sind später losgekommen als gedacht und außerdem wird es irgendwie schon dunkel. Die Lampen funktionieren leider nicht auf Anhieb. Wir mussen erst noch die teilweise korrodierten Kontakte leitfähig machen. Unser Bug war in dieser Saison oft unter Wasser, so dass die Stecker im Deck wahrscheinlich trotz Kappe Feuchtigkeit abbekommen haben. Wie auch immer, jedenfalls funktioniert schließlich sämtliche Beleuchtung an Deck (Positionsleuchten, Heck- und Dampferlicht).
Etwa auf Höhe der Hetlinger Schanze kippt die Tide und wir motoren gegenan. Segeln macht keinen Sinn, da der Wind genau von vorne kommt und kreuzen würde zu lange dauern. Bei immer weniger werdendem Tageslicht laufen wir in den Hamburger Yachthafen in Wedel ein und machen direkt neben dem Kollegen fest. Dieser wartet schon in der Plicht sitzend und hilft uns netterweise beim Anlegen. Wir verbringen noch einen kurzweiligen Abend und gehen schließlich früh zu Bett.

02.10.2016

20161002_114415 Heute soll es nach Stade gehen. Hochwasser ist dort um 17:40 (HW Glückstadt 17:03 + 37 min. = 17:40 HW in Stade). In Wedel ist um 12:48 Niedrigwasser (NW Wedel 13:23 - 35 min = 12:48 NW in Wedel). Wir frühstücken ersteinmal und laufen dann  Stege. Unser Sohn hat offensichtlich andere Vorstellungen, wie er seine Zeit verbringen möchte. Jedenfalls hatten wir ein laut quängelndes Kind zwischen uns. Als wir schließlich ablegen ist es sonnig und der Wind kommt südlich, so dass wir bei Kurs auf Stade den Wind von Backbord haben. Wir setzen sofort nach dem Verlassen der Hafeneinfahrt die Segel. Es ist ein Traum: Bei milden Temperaturen haben wir tollen Segelwind. Teilweise schon zu viel, so dass wir eigentlich Reffen müßten. Was für ein Ende der Segelsaison 2016!

Als wir ein ganzes Stück hinter der Schwinge sind, kehren wir um und steuern die Mündung in die Schwinge an. Dort laufen wir um 13:10 ein. Mittlerweile ist die Tide gekentert. Wir machen schließlich im SV Stade fest und genießen die Ruhe. Wobei, Ruhe ist relativ: Auf der Schwinge ist ein wahnsinniger Verkehr - in beide Richtungen. Es kommen auch größere Segelschiffe (Traditionsschiffe) vorbei. Später verholen wir uns noch ein Stück Richtung Stade. Dort bleiben wir die Nacht über. Morgen geht es nach Hause.

03.10.2016

DSC_0538Wir sind die Nacht über nicht komplett trocken gefallen, aber die Hanna steckte bei Niedrigwasser mit ihrem Kiel im Schlick. Es ziehen Nebelschwaden die Schwinge entlang. Nach dem Frühstück legen wir um 9:55 ab Richtung Pagensand Süd.

 

DSC_0535Auch auf der Elbe ist Nebel und große Schiffe sehen wie gespenstische Erscheinungen aus. Da die Sicht sehr eingeschränkt ist, kontrollieren wir per AIS, ob "die Luft rein" ist, dann queren wir das Fahrwasser nach Pagensand Südspitze. Dort gehen wir vor Anker und warten auf das Nachmittag-Hochwasser. Es gibt viel Natur zu DSC_0543beobachten. So sehen wir einen Seehund und ein Steinadler-Paar. Wirklich entzückend!

 

 

 

 

Später kommen Regenschauer. Sofort als der letzte Tropfen fällt, lichten wir den Anker und motoren zur Krückaumündung. Die Sonne kommt durch. DSC_0554Die Elbe ist spiegelglatt. Die Farben der Natur kommen voll zur Geltung - sehr, sehr hübsch!

Um 16:08 passieren wir das Sperrwerk und kurz nach 17 Uhr sind wir am Heimathafen SVE. Auch dieses Mal müssen wir uns in unseren Liegeplatz hindrücken und -ziehen. Im Hafen ist viel Betrieb, denn die Aufslipsaison hat begonnen.
Jedenfalls war dieser Törn auf der Elbe ein wirklich schöner Abschluss der Segelsaison 2016!

 

   

 

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