Gegenan!

02.08.2016
DSC_0127Wir verbringen einen ganzen Tag in Kopenhagen. Wir laufen durch die Strøget (die Einkaufsstrasse von Kopenhagen). Auffällig sind die großen Baustellen. Kopenhagen bekommt eine Metro. Einige Abschnitte sind schon in Betrieb.

 

20160801_160435Abends gehen wir nach Christiania. Dort gelten andere Gesetzte als im übrigen Dänemark. In marktänlicher Umgebung kann man dort in Platten gepresstes Gras käuflich erwerben. Die Verkäufer treten vorsichtshalber vermummt in  Erscheinung. Wir gönnen uns ein frisch gezapftes Tuborg Classic - es schmeckt himmlisch. Wir haben das Gefühl, dass wir ein wenig auffallen, insbesondere, weil Piet mit neonfarbenem Helm und rotleuchtender Schwimmwester auf seinem Laufrad daherkommt.
Abends gönnen wir uns eine Pizza in Nyhavn.

 

03.08.216
Wir legen gegen 7 Uhr ab und, wie soll es anders sein, motoren zurück gen Süden. Die Wetterlage spricht gegen eine nördliche Weiterfahrt durch das Kattegatt. Wir entscheiden uns bei der vorherrschenden Westwindlage der nächsten Tage bei Windstärken bis 7 Beaufort für geschütztere Gewässer, sofern man die so nennen kann. 20160803_112333Wir erreichen gegen 10.00 Dragør. Der Wind hat inzwischen ordentlich zugenommen. Später setzt Regen ein. Gut dass wir die Kuchenbude aufgebaut haben. Schließlich nimmt der Wind noch mehr zu und Axel packt seine genehmigten Surfsachen aus. Das Equipment ausschliesslich für Starkwind geeinget. Mehr hat die Frau nicht erlaubt (ist auch gut so). Abends wird es richtig gemütlich, es regnet und der Wind bläst mit bestimmt 7 Beaufort.

 

04.08.2016
Wir müssen aufgrund der Windvorhersage für die nächsten Tage zusehen, dass wir "Land gewinnen". Daher brechen wir sofort nach dem Frühstück auf. Wir wollen heute mindestens nach Rødvig kommen. Als wir aus der Hafeneinfahrt herauskommen, merken wir schon, das kann ungemütlich werden. Die Welle kommt genau von vorne (deutlich über 1 Meter) bei um die 6 Beaufort. Das macht auf Dauer keinen Spaß. Es gibt noch zwei andere Segler, die den gleichen Kurs fahren. Wir werden ordentlich nass. Der Wind bläst die Gischt bis nach hinten in das Cockpit. Der Bug taucht komplett unter und schaufelt Wassermassen nach hinten - Respekt! Die Hanna kann was ab! Allein die Vorstellung, dass könnte nun noch mehrere Stunden so weitergehn veranlasst uns, über Vortriebsalternativen nachzudenken. Wir hissen die Segel und versuchen Höhe zu knüppeln. Das gelingt eine Weile. Doch dann lässt uns der Wind im Stich! Hohe Welle und kein Wind - das macht überhaupt keinen Spass! Den Rest der Etappe bis nach Rødvig motoren wir erneut. Der Wind nimmt dann später wieder deutlich zu und die Welle wird ebenfalls größer. Wir halten aber durch und sind froh, als wir nachmittags gegen halb drei Rødvig erreichen.
Unsere kulinarischen Vorräte sind fast aufgebraucht, so dass wir zu einem Brugsen laufen und das Notwendigste einkaufen. Dann holen wir uns einen Burger an dem hafennahen Imbiss - der Clou: Ein Spielplatz direkt nebenan! Wir lieben glückliche Kinder!

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